Liegebummler – Weltreise mit dem Liegerad

Visas

Bei der Planung landet man mehr oder weniger schnell bei der Frage: Wie lange darf man überhaupt in dem jeweiligen Land bleiben? Wie sind die konkreten Einreisebestimmungen? Braucht man ein Visa oder reicht ein Reisepass?

Im Allgemeinen ist man als dt. Staatsbürger sehr privilegiert – zumindest wenn man in westliche Länder einreisen möchte. Trotzdem gibt es große Unterschiede:

Neuseeland:

Die Kiwis sind sehr entspannt bzgl. der Einreise. Was natürlich auch nicht von ungefährt kommt, schließlich hat sich Neuseeland stark auf Touristen und deren Wirtschaftsfaktor eingestellt.

» Für eine Einreise von max. 3 Monaten reicht der Reisepass, kein Visum erforderlich – einfacher gehts nicht.

 

Australien:

Die Aussies sind ein Tick aufwändiger bzgl. Einreisebestimmungen als der Nachbar Neuseeland. Ein überschaubares Online-Formular führt aber auch hier innerhalb von wenigen Minuten zum Ziel. Nach paar Stunden Bearbeitung (NSA-Check?) kommt das 3 Monats-Visum via Mail.

» 3 Monate Touristen-Visum via Online-Formular problemlos und kostenlos.

 

USA:

Mit dem Plan mehrere Wochen in Alaska, danach Kanada und dann (wieder) die USA zu bereisen könnte man auf die Idee kommen, dass jeweils (für Alaska und USA) das 3 Monatsvisum für die USA ausreicht. Falsch gedacht!
Man bekommt bei der Ausreise von Alaska nach Kanada keinen Ausreisestempel – somit blieb uns nichts anderes übrig, als uns in die Visa-(Un)Tiefen der USA einzulesen.
Das Zauberwort hieß dann Antragsformular DS-160 für das 6 Monatsvisum. Hier zieht man sich praktisch komplett aus, dass sie nicht noch Wissen wollen, ob man Links- oder Rechtshänder ist, ist auch schon alles.
Das Ausfüllen des zigseitigen Antragsformular ist zwar nervig aber machbar. Danach löhnt man 160€ pro Nase und bekommt einen persönlichen Interview-Termin beim US-Konsulat. Zum Glück ist die USA in München vertreten. So standen wir in der Früh sehr aufgeregt vor dem Konsolulat, sämtliche Dokumente die irgendwie belegen sollten, dass wir nicht vorhaben den Amis auf der Tasche liegen zu wollen. Der recht bestimmende Wachmann bat uns dann durch zig cm dicke Panzertüren und Röntgengeräte – jede Flughafenkontrolle könnte hier neidisch werden. Keine Tasche, keine Handy, keine USB-Sticks – immerhin durften wir unsere Klamotten anlassen.
Im Warteraum saßen wir dann mit nur wenigen Anderen „Möchtegern-Amis“. Nach nochmaliger Prüfung aller eingereichten Dokumente wurden wir dann zum eigentlichen Interview-Termin gebeten.
Die Fragen waren:
Warum USA? Genau Reiseroute? Wer zahlt das?
Wir mussten nicht ein Nachweis (z.B. über finanzielle Mittel) vorlegen, vmtl. wissen sie das eh alles …
Keine 5min später war das Visa genehmigt, und 2 Tage später kam unser Reisepass mit großem USA-Visum-Aufkleber zurück 🙂

» 6 Monate Touristen-Visum bedeutet einiges an Aufwand, zeitlich wie finanziell.

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