Liegebummler – Weltreise mit dem Liegerad

Let´s go!

Auch der letzte Tag war wie die Tage davor prall gefüllt mit ToDo´s. Die Wohnung war noch final zu (aufzu-) räumen, auch das Packen nahm kein Ende. Einige Stunden haben wir damit verbracht die Fahrräder möglichst gewichtsoptimiert, aber doch ausreichend geschützt, zu verpacken. Da wurde uns klar, dass unsere 30 kg Freigepäck (je Nase) niemals ausreichen würden. Also einige Runden in der Emirates-Hotline gedreht und 10 kg Sportgepäck für 120 € dazu gebucht. Für unsere Liegefahrräder passte wegen der Breite leider kein Standard-Fahrradkarton; schlussendlich waren es dann je zwei Kartons mit etwas Knallfolie die unsere Räder vor dem Grobsten schützen sollten (hierzu noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren für die Kartons). Schon jetzt wissen wir: Jeder Flug irgendwann und irgendwo wird wieder einiges an Aufwand und Nerven kosten.
Nachdem wir die letzten Abschiede hinter uns gebracht hatten, standen wir nun da: Am Gate mit dem Traum zum Greifen nahe. Dass es nun so richtig ernst wurde realisierten wir immer noch nicht, zu viel waren wir in den letzten Tagen abgelenkt. Über mangelnde Aufregung konnten wir uns aber nicht beklagen …

Jetzt gab es kein Zurück mehr, der Flieger A380 hob pünktlich um 21:40 Uhr in München ab.
Wir saßen nun mit voller Vollfreunde aber auch mit einem weinenden Auge im Flieger und freuten uns, dass nun endlich unser neuer Lebensabschnitt beginnt.
Die 6 h nach Dubai vergingen wie im Flug, nach dem Essen merkten wir deutlich unsere Müdigkeit und das wir sichtlich erschöpft waren. Als wir in Dubai landeten war es leider noch dunkel, aber nach den 3h Aufenthalt wurde es hell und wir konnten beim Abflug die tolle Wüstenlandschaft mit vielen Bergen bewundern. Flight_DXB-SYD
Nun begann der lange Flug mit fast 14h von Dubai nach Sydney. Mit Essen, etwas Schlafen und dem Entertainment-Angebot von Emirates vergingen diese auch erträglich schnell.

So, nun hatten wir es fast geschafft. Nach nur 1h Aufenthalt ging es weiter nach Auckland unserem Ziel! Dieser Flug dauerte noch einmal 3h aber auch diese vergingen im nu.

 

Endlich angekommen in Auckland! – 13.12.14, 14:00 Uhr

Nach der Sicherheitskontrolle und sehr harmlosen Check unserer Camping- und Fahrradausrüstung (bzgl. Dreck und Co) erhielten wir problemlos unseren ersten – 3 Monate gültigen – Visa Stempel dieser Reise.

Bei der Gepäckausgabe standen wir deutlich nervös da, hofften dass alles vollständig und heil angekommen ist. So war es dann zum Glück auch. Ein Fahrrad lag bereits schon da, das zweite folgte 5 Minuten später durch das Flughafenpersonal. Auf dem ersten Blick waren wir froh, dass wir es so dick eingepackt haben, denn die Kartons wiesen deutlichen Spuren vom Transport auf.

Nach rund 30h in klimatisierten Räumen tat frische Luft richtig gut. Für die letzten KM zum Campingplatz nahmen wir ein Taxi. Es verging einige Zeit bis wir ein passendes Taxi mit Anhänger für unser ganzes Gepäck gefunden hatten. Baggade

 

Am Campingplatz im Auckland-Vorort Manukau bauten wir unser Zelt auf und liefen schnell noch zum nächsten Supermarkt, der ca. 2 km entfernt war. Nach dem Essen gab es nur noch eines: Schlafen! Schlafen! Schlafen!

 

Erster Tag in Auckland:

Nach über 12h Schlaf und Frühstück war wieder Kraft genug da, um die Ausrüstung zu checken. Nun offenbarte sich die Wahrheit über die demolierten Kartons. Bei einem Rad fehlte der Schnellspanner komplett (mit welcher Gewalt dieser auch immer durch einen eigentlich geschlossenen Karton rausgedrückt werden konnte). Ansonsten gab es aber bis einige Kratzer zum Glück nichts weiter zu beanstanden.

Der Campingplatz war absichtlich so zentral gewählt, damit war die Suche nach einem Fahrradladen in der Nähe auch kein Problem. Im Fahrradladen „Bike barn“ in Manukau wurden wir dann auch fündig, und waren froh, als wir sofort den passenden Schnellspanner im Regal hängen sahen.

Am Folgetag mit 15°C und einigem Regen akklimatisierten wir uns weiter, und zwangen uns in den neuen Schlafrhythmus (+12h zu Deutschland).

Um Auckland nicht mit dem Fahrrad durchqueren zu müssen, nahmen wir am nächsten Morgen den Zug, um möglichst weit aus der doch dicht besiedelten (gefühlten) Hauptstadt Neuseelands zu kommen. Woran erkennt man ein entspanntes Volk: Wenn selbst die Schaffner überaus freundlich und hilfsbereit sind 🙂
Manakau

Die ersten Meter auf dem Fahrrad waren angenehm, 35km zum nächsten Campingplatz hatten wir bald beschafft, auch wenn es – wie erwartet – recht hügelig war. Die Faustformel pro 100km mind. 1000 Höhenmeter ging mal wieder auf. Wir waren früh dran, weil die Wetterkarten für Nachmittag eine ordentliche Front vorhersagten, die auch den Folgetag praktisch unfahrbar werden lassen sollte. Die Front kam dann auch mit einer Gewalt, wo in Deutschland der DWD alles violett angemalt hätte. Die Bäume bogen sich um uns herum, Äste brachen, paar Blitze zuckten und viel Regen wurde mit starken Böen an unser Zelt gepresst. Innendrin alles friedlich, trocken und warm – damit dies so blieb gingen wir am nächsten Morgen durch den Regen und Wind ins nahe Thermalbad.
Ein entspannter Anfang also 🙂

Duck

(Mit die wildesten und gefährlichsten Tiere in Neuseeland)

6 Kommentare zu “Let´s go!

  1. Michi

    Hallo Ihr zwei!

    Ich wünsche euch viel Glück auf eurer Reise! Bin schon gespannt, welche Abenteuer noch so auf euch zukommen. Und bitte, viele schöne Bilder posten!

    Grüße aus Berlin,
    Michi

  2. Doris R.

    Hallo Stephan,hallo Dani,
    Das hört sich doch wirklich recht entspannt für mich an. Es ist immer noch unwirklich für mich, zum einen seid ihr so weit weg und zum anderen so nah durch diese Medien.
    Bis bald

    Lg
    Doris

  3. Andreas Bäck

    Hi Stephan,

    Wahnsinn was du dir da vorgenommen hast. Wünsche dir alles Gute und eine wunderschöne Reise.

    PS: Der Laden läuft bis jetzt noch 😉

    GLG aus Österreich
    Andreas

  4. Doris R.

    Hallo Ihr beiden bei uns ist noch heiliger Abend ihr krabbelt wohl gleich aus dem zelt und es ist ein neuer Tag .
    Schöner Weihnachtstag in der sonne und wärme
    wünschen
    Doris und Ralf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.