Liegebummler – Weltreise mit dem Liegerad

Hügelig, hügeliger, Northland

Dass die Nordinsel Neuseelands sehr hügelig ist, war uns von vornherein klar. Richtig bewusst wird sowas einem aber immer erst dann, wenn man es spürt. Und das haben wir in den fünf Fahrtagen bisher reichlich. Zu 50km kommen mindestens 700hm, teilweise auch deutlich mehr. Das gepaart mit voll bepackten Rädern (über 40kg) lässt unsere mehr oder weniger trainierten Beinmuskeln aufhorchen. Trotzdem macht es riesig Laune, die nie langweilig werdende Landschaft zu beradeln. Nach ein bis zwei Fahrtagen war entweder die Lokation zu attraktiv, oder es regnete – so dass wir  genügend Erholung für den Anfang hatten und die Muskeln Zeit zum Wachsen haben.
GreenJe weiter wir in den Norden fuhren, desto spärlicher wurde die Infrastruktur – was für uns vor allem eines heißt: Genügend Wasser mit transportieren! Zu schade das noch niemand erfunden hat, wie man Wasser komprimieren kann.

Im verschlafenen Nest namens Port Albert mit kostenloser Campingmöglichkeit kamen wir ziemlich KO an.gravel

Nach einer Kaltwasserdusche durfte unser Benzinkocher 500g Spagetti kochen, die kurz danach auch vertilgt waren. Man kann kaum so viel essen, wie man hier beim radeln verbrennt. Vor dem Kochen kam zum ersten Mal unser Keramikwasserfilter zum Einsatz, weil es kein Trinkwasser gab, und unser Schlafplatz auf Meereshöhe lag. Wasserfilter (Katadyn Wasserfilter Vario) sind wie komplexe IT-Systeme: Als Anwender weiß man nie, ob man es gebraucht hätte, solange es funktioniert und die Sch***** nicht am Dampfen ist.

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Das erste Mal Weihnachten nicht zu Hause bei der Familie, war uns beiden neu…

Da die Geschäfte hier am 25. (und nur da) geschlossen hatten, ging es am 24. noch einmal zum „Großeinkauf“ mit den Rädern nach Dargaville, ca. 14km einfach von unserem Weihnachtsdomizil „Bayleys Beach“. 10 Liter Wasser, genügend Nudeln und Reis, Gemüse und Fleisch.

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Unser Weihnachtsessen war Bratkartoffeln mit Brokkoli, Rip-Eye-Steak und Tomatensalat super lecker und vor allem ganz ohne den ganzen nervigen Trouble außen rum.
Dank den voll ausgestatteten Küchen mit Grill auf den Campingplätzen ist das alles kein Problem.
Statt an dem Weihnachtsbaum saßen wir am Meer und haben den Sonnenuntergang bei einer Flasche Wein genossen. Weihnachten mal anders 🙂

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Nach den 4 Tagen Radlfrei und faul am Strand in der Sonne liegen, freuen wir uns darauf, dass es endlich weiter geht. Unsere nächste Etappe geht zum Waipoua Forest, hier stehen einige der ältesten Bäume der Welt, die Kauris.

Ein Kommentar zu “Hügelig, hügeliger, Northland

  1. Walter u. Hilde Brunner

    Daniela.

    Das Super was Ihr alles neues erlebt u. seht.

    Toller Bericht u. schöne Bilder .

    Weiter gute Fahrt wünschen Opa u. Oma.

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